Philips Respironics
SBAS und Komorbiditäten
Typ-II-Diabetes
Diabetes

Schlafbezogene Atmungsstörungen sind mit Typ-II-Diabetes assoziiert. Patienten mit Typ-II-Diabetes sind einem signifikant erhöhten Risiko von Atherosklerose und kardiovaskulärer Mortalität ausgesetzt.

Die Hauptursache von OSA ist Adipositas, und deshalb verwundert es nicht, dass die Prävalenz von Typ-II-Diabetes bei OSA-Patienten hoch ist (1) und dass der Umkehrschluss ebenso zutrifft (2). Neue Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass OSA ein unabhängiger, prädisponierender Faktor für Diabetes ist und dass Diabetes selbst das OSA-Risiko erhöht (3). Darüber hinaus scheint OSA bei Typ-II-Diabetikern die Glykämiekontrolle zu beeinträchtigen. Bei zwei kürzlich durchgeführten Beobachtungsstudien zeigte sich, dass durch die Therapie mit kontinuierlicher Überdruckbeatmung (CPAP) – der anerkannten Behandlungsmethode von OSA, bei der Luft mit Überdruck durch die oberen Atemwege gepumpt wird, um sie mit Hilfe dieser „pneumatischen Schienung“ während des Schlafs offen zu halten – bei Patienten mit Typ-II-Diabetes und OSA die Glykämiekontrolle möglicherweise verbessert werden kann (4, 5). Dies könnte bedeutende Auswirkungen auf die Entwicklung diabetischer Komplikationen haben.

Während diesbezügliche Nachweise noch nicht zweifelsfrei belegt sind, steht die potenzielle Bedeutung der Diagnose und Behandlung von OSA bei Typ-II-Diabetikern außer Frage.

  1. Reichmuth et al. AJRCCM  2005;172: 1590-1595.
  2. West et al. Thorax 2006; 61:945-50.
  3. Wilding et al.  Thorax 2006; 61:928-9.
  4. Babu et al. Arch Intern Med 2005;165:447-52.
  5. Hassaballa et al. Sleep Breath 2005;9:176-80.